Bedingungsloses Grundeinkommen
Beitrag erstellt von Christian im Mai 2009
letzte Änderung: 02.09.2009
Das bedingungslose Grundeinkommen wird seit einigen Jahren nicht nur in Fachkreisen diskutiert. In einer Volkswirtschaft mit einer Produktivkraft, nach der ca. 41% der Menschen arbeiten müssen, um den Rest zu versorgen, erscheint es mir als notwenig, über eine Generalüberholung der Verteilung des Einkommens zu sprechen und neue, zeitgemäße Lösungen zu entwickeln.
Einige Vorteile eines solchen Grundeinkommens sehe ich wie folgt:
- Die Moral im Allgemeinen steigt - gut für Stimmung, gut für das Land. Wenn weniger gemeckert wird, macht es mehr Spaß, anderen Leuten zuzuhören - man kommt sich wieder näher.
- Es steht nicht nur Zeit für persönliche Interessen zur Verfügung, es ist auch der Druck weg, arbeiten zu MÜSSEN. Mit dem WOLLEN kommt schließlich die Motivation zurück, aktiv zu werden. Und was Spaß macht, muss weniger entlohnt werden, viele Menschen arbeiten ja heute auch ehrenamtlich in Bereichen, wo sie sich wohl fühlen. Das spart viel Geld im Staat!
- Durch den Spaß am Tun ("Arbeiten") steigt die innere Anteilnahme am sozialen Umfeld. Damit werden die Menschen sich wieder mehr füreinander interessieren, sich im Bedarfsfall unterstüzen, sich gegenseitig weiterbilden und somit dem Staat wiederum viel Geld sparen.
- Gemeinschaftsprojekte wie der Ausbau von Schwimmbädern oder die Sanierung von Altlasten können, weil die Menschen ja wieder ein aktives Interesse an ihrem Umfeld haben, mit weit weniger Kosten durch regionale Wertschöpfung (Arbeitskraft,geringe Wege und Transportkosten) zu einem Bruchteil der üblichen Kosten realisiert werden. Schon wieder Geld gespart!
- Umweltschutz. Dieser wird noch weiter wahrgenommen, was wieder eine Menge Kosten spart.
- Weniger Krankheiten = gesündere Menschen. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Angst, Stress und Depressionen zu vielen Krankheiten führen oder diese zumindest stark begünstigen. Mit dem Grundeinkommen fällt eine große grundlegende Angst weg: die Existenzangst. Stress entsteht auch weniger, weil die Arbeiten ja nach eigenem Ermessen erledigt werden können, und das sicher schneller, als wenn unter Druck gearbeitet wird. Und wer hat schon Depressionen, wenn er in einer Gemeinschaft lebt, die voller Lebensfreude täglich kleine Wunder vollbringt, sich ihres Lebens freuen kann und für den anderen da ist - kurz gesagt, wenn das Leben wieder sinnvoll und ausgefüllt ist? Letztlich bedeuten weniger Krankheiten natürlich weniger Kosten, die ja seit vielen Jahren im Gesundheits(Un)Wesen explodieren. Und dass gesunde Menschen mehr schaffen, muss ich sicher nicht hinzufügen (tu ich mal trotzdem;).
- Umbau in eine positiv wirkende Gesellschaft, die Ihrer Verantwortung gegenüber der gesamten Erde gerecht wird. Soziale, ökokomische und politische Spannnungen werden aufgelöst. Alle o.g. Faktoren spielen sich dann ja letztlich global ab, nachdem es regional und national gut funktioniert hat. Ein Gewinn für alle, und die Erde wird wieder aufblühen können!
Ich höre einige Unkenrufe die sagen, ein bedingungsloses Grundeinkommen fördere die Faulheit. Das halte ich für unlogisch. Denn das BGE ist erst realisierbar, wenn es viele Menschen HABEN WOLLEN, und damit sie es bekommen, werden sie dafür schon AKTIV EINTRETEN müssen, denn unsere Politiker werden es sonst nicht umsetzen. Und eine Mehrheit, die durch ihr aktives Handeln einen derartigen Gesetzerlass erwirkt, kann weder faul noch ungebildet sein! Eine froh schaffende Gesellschaft ist für das BGE würdig. Das BGE wird also nicht verschenkt, es wird VERDIENT.
Nach Expertenmeinungen ist das Bedingunslose Grundeinkommen (BGE) bereits heute möglich. Wie leicht wird es da erst einer Gesellschaft fallen, die die o.g. Vorteile wirtschaftlich nutzen kann!
Vorgestellte Konzepte:
Joytopia - Lebensgeld - Grundeinkommen aus dem Leben, für das Leben
Bedingunsloses Grundeinkommen über die Konsumsteuer nach G.Werner
Grundeinkommen.eu
