Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.
Hilbert Meyer, Professor für Schulpädagogik

Besuch einer Kräuterwerkstatt

Beitrag erstellt von Anja am 6.8.2010

Bild: Giersch im Wald

Am 28. Mai waren Christian und ich bei einer Kräuterwerkstatt, durchgeführt von der Kräuter-Heidi und Miriam Ott. Wir wußten nicht, was uns auf einer derartigen Werkstatt erwartet, man konnte sich unter dem Begriff nicht so richtig was vorstellen. Das Thema nannte sich „Eßbare Blüten“. Blüten klingen immer gut und sehen zudem auch gut aus. Meine Versuche, Blüten zu verwenden, beliefen sich bisher auf Gänseblümchen im Salat, Kapuzinerkresse oder Erdbeertorte mit Gänseblümchen. Selbst eine Waldmeisterbowle hatte ich noch nie zubereitet. Irgendwas kam immer dazwischen.

Wir sind dort durch den Freitagsverkehr knapp zu spät angekommen, wurden aber gleich sehr freundlich begrüßt. Es gab für alle Teilnehmer einen leckeren Kräutertee, Waldmeisterbowle zum Kosten und es wurden uns Wildkräuter der Saison vorgestellt, zum Beispiel Gundermann, Gamander-Ehrenspreis, Waldmeister, Leimkraut, Taubnessel, Gänseblümchen. Christian und ich kannten diese Pflanzen ja schon, aber wir haben durch das Lesen verschiedenster Informationen nicht immer gewußt, was man mit der Pflanze alles machen kann. So dachte ich bisher, der Gamander-Ehrenpreis sei giftig. Wo er sich doch in unserem Garten wohlfühlt, wäre es ja schade.

Anschließend sind wir Teilnehmer unter Anleitung der Kräuterkundigen durch den Garten der Diakonischen Werkstätten in Teltow sowie einen Acker dahinter spaziert, auf der Suche nach Kräutern. Dort hatten auch die sogenannten Unkräuter ihre Berechtigung. Wir haben dann Blüten gesammelt, aber auch Pflanzen für herzhafte Gerichte. Mit diesen Pflanzen und Blüten haben wir Teilnehmer dann gekocht und gebacken. Da wurden Gundermannblätter durch Schokolade gezogen, Blüten kandiert, verschiedene Brotaufstriche und ein Quark für die Gemüse- und Wildkrautfüllung der Omelettes zubereitet, Muffins und Omelette gebacken. Gemeinsam wurde also alles zubereitet und gegessen. Zum Abschluß wurde dann noch ein Blütenzucker hergestellt. Der Hunger war auch groß und die Gerichte total lecker, und wir sind nun sehr inspiriert, die Wildkräuter in unserer Küche mehr einzubinden. Ich habe mich nachts noch auf die Teilnehmerliste für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin bei der Gundermannschule setzen lassen und mir bei Amazon Bücher bestellt, in denen verschiedenste Rezepte enthalten sind.

Mehr unter www.kraeuter-heidi.de.

Kommentare:

Bitte Kommentare mit freundlichem Umgangston, sachlichem Inhalt und Bezug zum Artikel einstellen. Wir setzen eine gültige Emailadresse voraus, um Kommentare ggf. bestätigen zu lassen. Wenn es Fragen gibt, nutze bitte unser ->Kontaktformular.



Bei allen Anfragen gilt:

Bei Fragen zu unseren Inhalten prüfe bitte stets VOR KONTAKTAUFNAHME die angegebenen Quellen. Vielleicht werden deine Fragen dort beantwortet. Bitte beachte auch, dass wir keine Beratungen durchführen und unser Wissenstand offiziell so weit geht, wie auf unseren Seiten beschrieben. Danke!




Diese Website wird betreut durch Christian Narkus und Anja Gerber aus Potsdam.
-->