Das "Bandbreitenmodell"
"Die Hauptursachen der Arbeitslosigkeit"
Die offiziell von den Regierungsparteien anerkannte Arbeitslosigkeit steigt langfristig unaufhaltsam weiter:
Quelle: Bundesministerium für Arbeitslosigkeit und Sozialabbau
In wellenartigen Stufen steigt der Sockel der Arbeitslosigkeit immer weiter an, verharrt einige Zeit auf ähnlichem Niveau und sinkt kurzzeitig jedes Mal ein wenig (wie z.B. 2006/2007), um anschließend weiter zu steigen. Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (inclusive der Arbeitslosen, die nicht mitgezählt werden) liegt weit darüber.
2009 erfüllten lt. Bundesagentur für Arbeit (BA) durchschnittlich 3,423 Mio. Menschen die amtliche Definition der Arbeitslosigkeit. Hinzu kamen 1,488 Mio. Arbeitslose, die an "Fördermaßnahmen" teilnahmen und durch Beschluss der Regierungsparteien nicht mitgezählt werden. Macht allein 4,911 Mio. Arbeitslose, die sich bei der BA arbeitslos gemeldet haben. Hinzu kommen viele Millionen Menschen, die Arbeit suchen, aber weder Arbeit finden noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und sich daher auch nicht bei der BA melden: Hausfrauen in Bedarfsgemeinschaften, unfreiwillige Frührentner (u.a. 58er-Regelung), unbezahlte Praktikanten, perspektivlose Hauptschüler, die die 10. Klasse wiederholen, um die Noten zu verbessern, Studenten, die mangels Job weiter studieren, etc. Nie wurden Arbeitslosenstatistiken so manipuliert wie heute.
Von rd. 55 Mio. Erwerbsfähigen Bundesbürgern haben rd. 27 Mio. einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob, davon rd. 5 Mio. in schlecht bezahlter Teilzeit. Die Zahl der tatsächlich Arbeitslosen liegt bei weit über 10 Mio. Menschen.
[...] Es folgen die Ursachen...
-> http://www.bandbreitenmodell.de/hauptursachen_arbeitslosigkeit.html
Lösung: Grundgedanken und Funktion (Kurzversion)
Um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen und Löhne zu steigern, muß man bei der Arbeit Angebot und Nachfrage ausgleichen. Man muß also dafür sorgen, daß die Arbeitgeber möglichst so viele Arbeitsplätze besetzen müssen, wie Arbeitskräfte vorhanden sind. Wie erreicht man das?
- Die zusätzlichen Mitarbeiter müssen für alle Unternehmen existentiell wichtig sein.
- Was ist die Existenzgrundlage von Unternehmen? Ein möglichst hoher Umsatz/Marktanteil, um im Wettbewerb zu überleben.
- Wie erzielt man einen möglichst hohen Umsatz/Marktanteil? Vor allem durch möglichst niedrige Verkaufspreise.
- Wie kann der Gesetzgeber Einfluss auf die Verkaufspreise nehmen? Durch den Satz der Umsatzsteuer.
- Wie kann der Gesetzgeber also Einfluss auf die Zahl der Beschäftigten nehmen? Indem er den Satz der Umsatzsteuer mit der Beschäftigungsintensität (= Verhältnis von Mitarbeiterzahl zum Umsatz) der einzelnen Unternehmen verknüpft (siehe unten unter "Definition").
An dieser Stelle wirkt also ein weiteres marktwirtschaftliches Prinzip (aufgrund dessen übrigens der Sozialismus/Kommunismus nie funktionieren kann): Jeder (Unternehmer und Arbeitnehmer) sucht seinen persönlichen Vorteil. Dies liegt nicht nur in der menschlichen Natur - es ist auch der Motor jedes funktionierenden Wirtschaftssystems. Ohne Motivation geht nichts.
[...]
Definition des Bandbreitenmodells
Die Höhe des auf den Verkaufspreis aufzuschlagenden Umsatzsteuersatzes hängt ab vom Verhältnis der Inlandsarbeitnehmer zum Inlandsumsatz des verkaufenden Unternehmens.
Dabei werden sämtliche privatwirtschaftlichen Arbeitsplätze finanziell belohnt. Je nachdem, wie viele Inlandsmitarbeiter im Verhältnis zum Inlandsumsatz ein Unternehmen beschäftigt, erhält es „Arbeitsplatzprämien“. Diese Prämien werden nicht ausbezahlt, sondern mit einer sehr hohen Umsatzsteuer verrechnet, wodurch der tatsächliche Satz der Umsatzsteuer auf einen niedrigen Wert sinken kann. Die Arbeitsplatzprämien kosten den Staat daher keinen Cent.
Die Arbeitsplatz-Vernichtende Gesetzmäßigkeit wird also umgedreht, die besagt: Je weniger Mitarbeiter (im Verhältnis zum Umsatz) bezahlt werden, desto niedriger können die Verkaufspreise sein. Stattdessen lautet die Regel des Bandbreitenmodells (bis zu einer vordefinierten Grenze):
Je mehr Inlands-Mitarbeiter (im Verhältnis zum Inlands-Umsatz) bezahlt werden, desto niedriger können die Inlands-Verkaufspreise sein.
[...] Es folgt ein Beispiel... -> http://www.bandbreitenmodell.de/kurzversion.html
Konsequenzen
Heute gilt die Faustregel: Je weniger Menschen ein Unternehmen beschäftigt, desto billiger kann es seine Produkte anbieten. Das Bandbreitenmodell dreht es um: Je mehr Menschen (im Verhältnis zum Umsatz) ein Unternehmen beschäftigt, desto niedriger sind seine Preise.
Unternehmen werden daher Menschen auf die Gehaltslisten setzen, die sie eigentlich überhaupt nicht benötigen - um sie von der Umsatzsteuer abzusetzen und dadurch ihre Produkte möglichst preisgünstig verkaufen zu können.
Dabei müssen sie ihnen bei niedrigen Arbeitszeiten hohe Gehälter zahlen (siehe hier, Punkt 3).
Produkte von Unternehmen, die zu wenige Mitarbeiter (im Verhältnis zum Umsatz) bezahlen, sind aufgrund hoher Mehrwertsteuersätze nahezu unverkäuflich. Kurz gesagt: Wer in einem Land Waren verkaufen will, muß im gleichen Land entsprechend viele gut bezahlte Arbeitsplätze bieten. Umsätze und Beschäftigung werden regional verknüpft.
Es ist ein faires Geschäft zwischen Konsumenten und Unternehmen. Und der Arbeitsmarkt wird vollkommen immun gegen die globale Lohnkostenkonkurrenz und Rationalisierungen/Automation.
Wichtig: Die Bandbreite (Ober- und Untergrenze der Sätze der Umsatzsteuer) kann je nach Branche (und sogar nach Produkten oder Produktgruppen) differenziert werden.
[...] Es geht weiter mit Fragen und Antworten unter http://www.bandbreitenmodell.de/faq.html
Ich denke, hier stecken kluge Gedanken hinter dem Modell. Gerade die Verknüpfung von Schaffung von Arbeitsplätzen und regionaler Kaufkraft erscheint mir sehr logisch und verhindert wohl ebenfalls, dass Maschinen weiterhin zügellos an der Steuer vorbei (weil keine Lohnsteuer) Arbeitsplätze "transformieren", ohne entsprechenden Gegenwert an die Menschen zu entrichten, die ihn möglich machten. Fairniss ist das Gebot, somit steht und fällt es wie alle mir bekannten Lösungsansätze mit dem guten Willen und der Bereitschaft umzudenken. Doch diese wachsen, je offensichtlcher wir ausgebeutet und für dumm verkauft werden.
Links:
www.bandbreitenmodell.de
Suchbegriffe: bandbreitenmodell umsatzsteuer alternatve besteuerung unternehmen
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