Jiaogulan, Kraut der Unsterblichkeit, fünfblättriger Ginseng
Artikel erstellt von Christian im April 2009
Letztes Update von Christian am 10.02.2012
Auf
der Suche nach einem kalorienarmen Süßungsmittel wurde der Jiaogulan
(gesprochen "Dschiau-gu-lan") von Wissenschaftlern wieder entdeckt. In
Europa ist er erst seit 2007 bekannt. Er stammt auch China und wird dort
auch "Kraut der Unsterblichkeit" genannt. Die Einwohner seiner
Heimatregion sagen über ihn "Er wirkt wie Ginseng, aber besser als
Ginseng".
Ich trinke gern Jiaogulan-Tee aus frisch gepflückten Blättern, er wirkt ausgleichend, stimmungsaufhellend und gut bei Kopfschmerzen oder "Wettergrippe".
Dem
Jiaogulan werden die Heilkräfte von Ginseng nachgesagt, nur dass die
Wirkstoffe (Saponine) in vierfacher(!) Konzentration im Verhältnis zum
Ginseng vorliegen sollen. Saponine sind natürliche organische
Verbindungen, die u. a. an der Hormonsynthese beteiligt sind. Außerdem
enthält Jiaogulan auch noch eine eigene Klasse von Saponinen, die
sogenannten Gypenoside.
Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keine negativen Nebenwirkungen.
Jiaogulan wirkt immer ausgleichend und balancierend. Bei Frauen wirkt
es noch besser, deswegen wird es auch Frauenginseng genannt.
Anbau:
Braucht guten feuchten Boden; auf schlechteren Böden wächst die
Heilpflanze langsam. Halbschattig bis sonnig, bitte aber nicht auf
Südseiten-Balkon in die Sonne, das ist zu heiß. Angeblich winterhart bis
-18°C, was ich leider nicht bestätigen kann (ging in mehreren Jahren
regelmäßig im Winter draußen ein). Außerdem scheinen ihn Nackschnecken
leider sehr zu lieben. Zum Glück kann der Jiaogulan jedoch ganzjährig
als Zimmerpflanze gehalten werden, wobei es ratsam scheint, ihn im
Herbst bis zum ersten Frost draußen (z.B. auf dem Balkon) zu halten,
damit er durch diese Kälteperiode seinen Winter gehabt hat.
Auf
www.dithmarschen-wiki.de las ich, dass im kühleren Deutschland nur die
Ableger der sog. ersten Generation (also jene, die direkt von Importen
des Heimatgebiets stammen) auch die hohe Heilkraft besitzt, welche sie
für die Krebstherapie so interessant macht. Dazu mehr weiter
unten.
Update Juni 2010: habe bemerkt, dass ein
Gemisch aus lehmigem Sand und Wurmhumus (3:1) das Wachstum deutlich fördert.
Standort: Fensterbrett Nordseite. Stecklinge, 4 Wochen alt und gut
bewurzelt, begannen bereits 2 Wochen nach Einsetzen loszulegen wie ich
es noch nicht gesehen habe, ältere Pflanzen wurden schnell überholt.
Update April 2011 - Versuche mit energetisiertem Wasser
Nach ca. fünf Monaten Testlauf steht fest, dass das mit dem AH-Aktivator
energetisierte Wasser den Jiaogulan zusätzlich anregt. In den
lichtarmen Monaten wie auch jetzt im Frühjahr wachsen die im Vergleich
zu mit normalem Wasser gegossenen Pflanzen etwa dreimal so schnell und
schmecken dabei deutlich kräftiger.
Update 2011-09 - Umtopfen oder Nachdüngen?
Ich teste seit ein paar Wochen in Wasser aufgelösten Wurmhumus, mit dem ich zwei der drei Kästen einmal kräftig nachgedüngt hatte, das ist jetzt etwa 5 Wochen her. Diese Pflanzen sehen besser aus und wachsen schneller nach. Vielleicht spare ich so das Umtopfen. Nach wie vor ist die Nordseite optimal.
Update 2011-10
Neue Pflanzen aus Dithmarschen sind eingetroffen, ich berichte hier über meinen ersten Eindruck.
Ernte: Die Blätter können während der ganzen Wachstumsphase gepflückt werden.
Lagerung: Getrocknete Blätter können als Tee gelagert werden.
Nachgewiesene Heilwirkungen für den Jiaogulan:
(Auszüge aus dem Buch „Jiaogulan - China’s Immortality Herb“ von Michael Blumert und Dr. Jialiu Liu.)
- Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside. Sie verhindern stressbedingte Krankheiten.
- Antioxidans: Es wurde eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase (SOD), welches ein äußerst wirksames Antioxidans ist, nachgewiesen.
- Herzstärkungsmittel: Verbessert die Pumpleistung des Herzens, und damit auch die allgemeine Durchblutung.
- Der Blutdruck wird, wie bei Ginseng im normalen Bereich gehalten, zu niedriger Blutdruck wird angehoben, zu hoher gesenkt.
- Gegen zuviel Cholesterin: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride. Deshalb auch eine gewichtsreduzierende Wirkung bei Übergewicht.
- Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodass die Gefahr, dass lebensbedrohliche Blutgerinnsel entstehen, erheblich gesenkt wird (Schlaganfall, Herzinfakt). Wirksam auch präventiv gegen Thrombosen.
- Immunsystemstärkend: Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt bei Kranken wie auch bei Gesunden.
- Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstützt. Nützlich zur Rekonvalenszenz nach Chemotherapie oder radiologischer Behandlung.
- Senkt Blutzucker und Blutfette.
- Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng besonders tumorhemmendes Glykosid. Gynostemma pentaphyllum enthält auch genau dieses Glykosid - aber in wesentlich größerer Konzentration.
- Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem. Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt. Die Gesamtheit der Wirkungen bewirkt eine bessere Stressverträglichkeit des Organismus und, bei Sportlern wichtig, eine Steigerung der Ausdauerleistungen.
- Stoffwechselfördernd durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung. Verbesserung des Blutbildes und anderen Faktoren durch die stoffwechselanregende Wirkung.
Verwendete Pflanzenteile: Blätter, frisch oder getrocknet. Als Tee, zum Salat, oder einfach ein paar frische Blätter pur als Energieschub.
Vermehrung: Über Stecklinge, einfach in ein Glas Wasser stellen - nach ca. 2 Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln.
Mir bekannte Schädlinge: Blattläuse, Schildläuse. Erstere verschwinden durch Florfliegenlarven oder andere Nützlinge schnell. Schildläuse habe ich so weg bekommen: im Herbst die Pflanze komplett herunter schneiden, die Blätter entsorgen (Kompost, aber draußen über den WInter) den ersten Frost mitmachen lassen. Dann rein holen und wieder austreiben lassen. Schildläuse vertragen keinen Frost.
Jiaogulan aus Dithmarschen - wirksamer (bei Krebs) ?
Hier erst einmal bei dem ganzen text ein kleines Video namens
"Jiaogulan aus dem eigenen Garten-nicht nur für Krebsbetroffene!"
"Der wichtigste Faktor dabei ist, daß die Nachzucht aus der sogenannten "ersten Generation" stammt."
schreibt Jens Rusch, Mitinitiator des Projektes "Jiaogulan für Krebsbetroffene" (so will ich es mal nennen). Er ist davon überzeugt, dass nur die sog. erste Generation, das sind vegetativ aus Direktimporten gezogene Pflanzen die hohen Wirkstoffanteile haben, wie ihre Vorfahren im Heimatland China.
Dazu schreibt er weiter:
"...Nachdem wir über 1000 Stämme der Jiaogulan-Pflanzen, die genetisch gesehen alle von den Pflanzen abstammen, die ich aus Thailand mitbrachte, an Krebsbetroffene in Dithmarschen verschenkten, entstand eine für uns sehr belastende Situation. Unter die "Krebsbetroffenen" hatten sich auch einige Gärtner geschlichen, die nun mit Samen und wirkstoffneutralen Abkömmlingen ihr Geschäft in Baumärkten und auf Wochenmärkten damit machen..."
Über eine wirksame Abhilfe zur Chemo-Krebs'therapie' schreibt er:
"...Als wir über 1000 Jiaogulan-Pflanzen an Krebsbetroffene verschenkten, baten wir diejenigen, die sich in einer Chemo-Therapie befanden, oder diese noch vor sich hatten, um ein Feedback. Wir erhielten durchweg die Rückmeldung, daß die deutlich verbesserte Vitalität der Jiaogulan-Trinker dazu führte, daß diese die Therapie kraftvoller und unbeeinträchtigter durchmachten, als Patienten, die hierüber nicht verfügten, oder kein Interesse daran hatten..."
Es gibt zum kostenlosen Verteilen eine kleine Präsentation als PDF-Datei, in der die wichtigsten Informationen übersichtlich zu finden sind.
Die Datei kann hier herunter geladen werden.
Krebsforschungszentrum Heidelberg:
Kräuter gegen Krebs Heidelberger Forscher untersuchen
die Wirkung traditioneller Heilpflanzen
... In China werden Heilkräuter schon seit mehr als 2000 jahren in der Tumortherapie angewendet. Hätte sich vor zehn Jahren ein deutscher Krebsforscher mit diesen Pflanzen beschäftigt, seine Kollegen hätten nur verächtlich die Nase gerümpft. Das hat sich mittlerweile geändert. Renommierte Wissenschaftler wie der Biologie-Professor Thomas Effert vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg untersuchen die Antitumorwirkung der China-Kräuter. Dabei habe er und seine Kollegen überraschend viele Substanzen gefunden, die zumindest in Laborversuchen das Wachstum von Krebszellen nachweislich behindern...
...Die Pflanzen, die in Heidelberg getestet werden, stehen bereits in dem mehr als 2000 Jahre alten "Buch des gelben Kaisers zur Inneren Medizin" ( eingedeutschter Titel ). Nun werden sie im DKFZ mit modernsten Methoden der Biochemie untersucht, um ihnen ihre pharmakologischen Fähigkeiten zu entlocken. "Chemische Substanzen gibt es in Pflanzen nicht zufällig", erklärt der Krebsforscher Effert. "Sie schützen die Pflanze vor Viren und Fressfeinden wie uns Menschen". Diese natürlichen Abwehrkräfte versuchen die Wissenschaftler medizinisch zu nutzen - zunehmend auch als Basis für die Entwicklung von Krebs-Medikamenten. Viele dieser Naturstoffe behindern das Zellwachstum und können - so die Hoffnung - in der richtigen Konzentration Krebs bekämpfen. Eines der meistgenutzten Medikamente gegen Tumore, das Taxol, stammt beispielsweise aus der pazifischen Eibe. Ginge es nach Efferth, dann kämen in Kürze Wirkstoffe aus weiteren Pflanzen hinzu...
Quelle: Apotheken-Rundschau vom 15. Juni 2008 Chinas grüne Schätze
Links:
Jiaogulan aus Dithmarschen - die Website von Jens Rusch
Jiaogulan-Netzwerk Dithmarschen
Das 'Kohlosseum' versendet die Jiaogulan-Pflanzen direkt aus Dithmarschen
Direktkontakt zu Jens Rusch (Daten von www.jens-rusch.de/index.php/Kontakt):
Jens Rusch
Schulstraße 38
D-25541 Brunsbüttel
Tel 04852 4848
E-Mail: jensrusch (at) gmx.de
Kommentare (Freischaltung durch Admin):
Kommentar von Abukhalid | 02.08.2010
Kommentar von Webmaster | 10.08.2010
"jiaogulan kaufen"
"jiaogulan shop"
...
Kommentar von volldrauf | 20.03.2011
he Webmaster....
ich hab Deine Antwort nicht so richtig kapiert....
wo kann ich dieses Kraut finden?
Bitte schreib das noch einmal.
Deine Antwort war zwar sehr nett und ausführlich, vor allem die vielen Links waren mir sehr nützlich, aber ich habs trotzdem nicht so richtig geschafft...
ich werd versuchen das mal zu Googeln...
vielleicht find ich da ein paar nützliche Links...
Auf jeden Fall, danke für die diese mühsame Arbeit, diese ganzen Links zu kopieren!
So was nenn ich Auskunft!
Wenn das nur bei der DB so funktionnieren würde :)
Also bis dann, und weiter mit der guten Arbeit!
Liebe Grüsse!
Simon
Kommentar von Admin | 21.03.2011
sorry - du meinst ja die Pflanze - hier habe ich damals bestellt, sehr guter Shop: www.kraeuter-und-duftpflanzen.de
Kommentar von B. Vogel | 10.07.2011
Hallo Christian,
ich habe Interessan an diesem Jiaogulan, Kraut der Unsterblichkeit, fünfblättriger Ginseng - falls Du noch welches vorrätig hast. Adresse von mir hast Du schon lange - falls nicht mehr - dann kannst Du mir gerne über meine E-Mailadresse eine Nachricht schicken. Dankschön
Liebe Grüsse
Biggi
Kommentar von Robert | 30.07.2011
Hallo,
wo könnte ich Jiaogulan in Berlin kaufen ? Für jede Art von Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Herzliche Grüße
Robert
Kommentar von Admin | 02.08.2011
Hallo Robert, habe mal nach 'berlin pflanzen jiaogulan' gesucht und diese Seite entdeckt: http://www.jiaogulan-deutschland.de/partner/deutschland/bundesland/berlin.html - viel Spaß mit dieser Superpflanze! LG Christian
Kommentar von broker | 07.02.2012
Das mit dem Wirkstoffe verlieren finde ich sehr fragwuerdig...ist das nachgewiesen? Wurden die Pflanzen aus 1. und 4. Generation analysiert und verglichen?
Worauf begruendet sich diese Annahme ueberhaupt? Wieso ist das nur bei Jiaogulan so? Wenn sich der Wirkstoffgehalt tatsaechlich andert, koennte dies nicht auch zum Besseren geschehen?
Kommentar von Admin | 07.02.2012
Hallo Broker, ich bitte dich, deine Fragen auch Jens Rusch (www.jens-rusch.de) zu stellen, bin selbst gespannt, wie er antwortet. Unsere bisherigen Erkenntnisse lassen noch keine dauerhafte Bewertung zu.
>Wurden die Pflanzen aus 1. und 4. Generation analysiert und verglichen?
Bei uns noch nicht. Jens Rusch wird das wohl nicht erfunden haben, oder hast du dafür Hinweise oder gar Be-Weise?
>Worauf begruendet sich diese Annahme ueberhaupt?
Bisher kann ich nur sagen, dass die aus Dithmarschen gelieferten Pflanzen einen stärkeren Geschmack und einen höheren Energiewert aufwiesen, als alle Pflanzen die wir sonst hatten - nach über 5 Jahren Zucht und Pflege mehrerer Kulturen unter unterschiedlichsten Bedingungen kann ich da schon vergleichen.
>Wieso ist das nur bei Jiaogulan so?
Wer hat das gesagt?
>Wenn sich der Wirkstoffgehalt tatsaechlich andert, koennte dies nicht auch
>zum Besseren geschehen?
Zum Besseren für wen? Wenn er sich nur bei Sämlingen ändert, ist diese Frage in meinen Augen am Thema vorbei gestellt. Sie sollte lauten: Warum verändert sich der Gehalt eben NICHT bei hier vegetativ vermehrten Pflanzen aus der ersten Generation? Mutter Natur kann ja beides tun, tut es aber nicht, wenn die Angaben aus Dithmarschen stimmen. Und daran halte ich mich erst einmal.
Ich lade jeden dazu ein, selbst Versuche durchzuführen.
Kommentar von broker | 07.02.2012
Hallo und danke fuer die ausfuehrliche und schnelle Antwort. Ich habe selber leider keine Beweise, sondern nur Fragen...
Ich hab noch etwas ueberlegt, und was mich am meisten stutzen laesst, ist das als Herkunftsgebiet Thailand Chiang Mai UND Shaanxi Xian in Zentral-China angegeben werden, allerdings ist das Klima der beiden Regionen sehr unterschiedlich. Thailand extrem warm das ganze Jahr 20 bis 30 Grad, und Shanxi eher so wie hier, 4 bis 7 Monate winter, Durchschnitt 13,5 Grad.
Die Winterruhe und Haerte des Krautes laesst doch vermuten, dass China das wahre Herkunftsland ist und eher ein Klima wie hier richtig fuer die Pflanze ist, und dass Thailand, wo Jens Rusch seine Pflanzen her hat den klimatologischen Voraussetzungen nicht entspricht.
Da die Heilwirkung des Krautes ja hauptsaechlich in China genutzt wurde, kann doch das kuehle Klima die Pflanzen nicht wirkstoffarm machen.
Kommentar von Admin | 10.02.2012
Danke für diese Überlegung, der Punkt ist sicherlich eine Nachfrage wert. Hast du schon Kontakt nach Dithmarschen aufgenommen?
> Da die Heilwirkung des Krautes ja hauptsaechlich in China genutzt wurde, kann doch
> das kuehle Klima die Pflanzen nicht wirkstoffarm machen.
Ich denke, das hätte eher energetische Gründe. Menschen sind je nach Herkunft nicht nur körperlich verschieden, auch mental. Das dürfte bei Pflanzen ebenso sein, und ich denke, dass mit dem Samen durchaus eine Anpassung an die neue Heimat stattfinden kann. Zumindest wäre das für mich stimmig und schlüssig, vor allem im Kontext zu den Erkenntnissen aus Russland zur Wellengenetik.
Viele Grüße, Christian
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