Milchkefir selbst herstellen - selber machen - gut für die Gesundheit
Beitrag erstellt von Christian in 09/2009
letzte Änderung: 07.04.2011

Der Milchkefir oder Kefir hat seit einiger Zeit den Kombucha als mein Lieblingsgetränk abgelöst. Die Herstellung dauert maximal zwei Tage, und seit wir die regionale Hemme-Milch nutzen, schmeckt er besser und gibt noch mehr Energie.
Die hier gezeigten Bilder stammen übrigens noch aus der Zeit, als wir nur Sonja"milch" nutzen - das war notwendig, weil der Kefir mit der handelsüblichen weißen Plörre (H-'Milch') einfach nicht zurecht kam.
Bei Kefir (vom türkischsprachigen Wort köpürmek = schäumen) handelt
es sich um ein eher dickflüssiges, kohlensäure- und leicht
alkoholhaltiges Milchgetränk, das ursprünglich aus dem Kaukasus und
Tibet stammt. Kefir entsteht durch einen Gärungsprozess, typischerweise
durch Milchsäurebakterien wie Lactobacillus acidophilus, Hefen wie
Saccharomyces kefir und wenig Essigsäurebakterien. Daneben gibt es noch
den Wasserkefir, ein Getränk, das auf der Vergärung von Zucker in
wässriger Lösung basiert. Kefir ist das einzige Milchprodukt, bei
dessen Herstellung Hefepilze eingesetzt werden.
Milchkefir entsteht, indem man die Kefirknollen ein bis zwei Tage
mit Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch versetzt. Auch die Verwendung von
Stutenmilch ist möglich, das Produkt heißt dann Kumys. Die Milch sollte
vorher gekocht und dann abgekühlt werden. Die Verwendung von H-Milch
und pasteurisierter Milch ist ebenfalls gut möglich. Auch von der
erfolgreichen Verwendung von Sojamilch wurde schon berichtet.
Der
Ansatz wird daraufhin stehen gelassen. Optimale Temperaturen liegen im
Bereich von 10 °C bis 25 °C. Dabei wird die Milch fermentiert. Der
Alkoholgehalt des fertigen Produkts kann je nach Gärdauer von 0,2
Prozent bis maximal etwa 2 Prozent betragen. Bei niedrigeren
Temperaturen überwiegt die Hefegärung und das Produkt enthält mehr
Kohlendioxid und Ethanol, weniger Milchsäure, bei höheren Temperaturen
ist die Milchsäuregärung bevorzugt und der Ethanol-Gehalt ist geringer,
der Milchsäure-Gehalt höher. Fett- und Eiweißgehalt entsprechen etwa
dem der verwendeten Milch. Das cremige Getränk hat einen leicht
säuerlichen Geschmack. Der Kefir wird mit einem Kunststoffsieb unter
leichtem Schütteln von den blumenkohlartigen Kefirknollen getrennt, die
anschließend mit kaltem Wasser gespült und in einem Einmachglas mit
einer Wasser-Milch-Mischung bedeckt und an einem kühlen, dunklen Ort
bis zur nächsten Zubereitung aufbewahrt werden.
Die Kefirknollen (Kefirkörner, Kefirpilz, tibetanischer Pilz) können
bis etwa zur Größe von Walnüssen wachsen, aber auch faustgroße
Kefirknollen sind nicht ungewöhnlich. Kefirknollen besitzen eine
gummiartige Konsistenz und bestehen aus Bakterien, Hefen, Eiweißen,
Fetten und aus Polysacchariden, die durch verschiedene der in den
Knollen enthaltenen Bakterien produziert werden. Diese Knollen
vergrößern sich im Laufe der Zeit und zerfallen teilweise in kleinere
Knollen. Sie verdoppeln ihre Masse je nach den Umgebungsbedingungen bei
Raumtemperatur in etwa 14 Tagen. Überschüssige Kefirknollen können zur
Aufbewahrung getrocknet, eingefroren oder an andere Menschen
weitergegeben werden.
(Wikipedia)
Inhaltsstoffe sind u.a.
- Mikroorganismen: Milchsäurebakterien, Hefen, Essigsäurebakterien
- Gärungsprodukte: Kohlensäure, Kohlendioxid, Ethanol (Alkohol)
- Nährstoffe: Polysaccharide (Mehrfachzucker)
- Vitamine oder Vitaminvorstufen: Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin D, Folsäure, Niacin
- Mineralstoffe: Calcium, Eisen, Jod
Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ärztlichen Erfahrungen unterstützt Kefir die Behandlung und Vorbeugung von:
- Abwehrschwächen * Angina pectoris * Appetitmangel
- Blutarmut * Brüchigen Fingernägel * Chronischen Erschöpfung
- Darminfektionen * Darmträgheit * Durchfallerkrankungen
- Verdauungsschwäche * Eiweißunverträglichkeit * Gastritis
- Gicht * Harnsteinleiden * Herzinfarkt
- Konzentrationsschw. * Osteoporose * Rachitis
- Sodbrennen * Trockener Haut * Vitamin-B-Mangel ...
Seit Anfang 2011 klappt es wieder mit normaler Milch, auch H-Milch - nach einer "Kur" mit der Hemme-Milch aus der Uckermark. Tja, was gute Milch so alles kann.
Links:
Herstellung des Milchkefir-Getränks
Mikrobiologische Untersuchung des Milchkefirs (kombuchapilz.de)
Kombucha, Kefir und Co: Die große Kraft der kleinen Helfer (PDF-Datei)
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