Kleingarten-Beete in Wildenbruch - unser erstes kleines Permakulturprojekt
Dank den Eltern von Anja haben wir seit Juni 2007 die Pflege einiger Beete in einer Kleingartensparte in Wildenbruch (Gemeinde Michendorf, südlich von Potsdam) übernommen.
Unsere Philosophie umfasst die Liebe zur Natur und den Respekt vor den vielen wunderbaren Schöpfungen. Es gibt nach unserer Meinung keine Schädlinge, sondern nur vom Menschen geschaffene Disharmonien sowie daraus relustierende unverstandene Harmonisierungsversuche der Natur. Die Natur an sich ist perfekt.
Angefangen mit Kräuterbeeten bis hin zu Pflanzengemeinschaften nutzen wir die Kreisläufe der Natur für die Kultivierung. "Permakultur" - von permanent, also dauerhaft oder nachhaltig abgeleitet - im Kleinen.
Wurmhumus steht dank dem vorhandenen Doppelkammer-Kompostsilo reichlich zur Verfügung. Wurmhumus verhilft wie keine anderer Dünger (ob chemisch oder natürlich) mit seinen ausgleichenden Eigenschaften und optimalem Nährstoffverhältnis den Pflanzen zu Kraft und Gesundheit. Man könnte auch sagen, Wurmhumus enthält wirksame Kulturen von EM - Effektiven Mikroorganismen. Mit seiner Hilfe konnten wir mehrere kranke (weil unterernährte) Pflanzen heilen, das war jedes Mal ein dankbares und schönes Erlebnis.
Den Humuskreislauf nutzen wir auf den Beeten einfach durch Mulchen bzw. Nicht-Wegräumen abgestorbener Pflanzenteile. Nachtschnecken räumen hervorragend unter Fallobst und anderen Abfällen auf.
Wir nutzen wir gern Tiefwurzler wie Lupine und Löwenzahn zwischen den Kulturpflanzen, um die tiefer liegenden Nährstoffe nach oben befördern zu lassen. Es wird nicht umgegraben oder sonstwie aggressiv in das System eingegriffen. In unseren Beeten wimmelt es nur so von Lebewesen, inklusive vieler Regenwürmer. Die Schnecken machen uns keine Sorgen, diese fressen am liebsten tote Blätter, Fallobst sowie Vogelmiere und andere Ablenkpflanzen. Nur junge Tomaten und Paprika müssen wir schützen.
Zwischen den Kulturpflanzen lassen wir gern auch Wildpflanzen gedeihen, wie Löwenzahn, Rauke, Brennessel oder Schafgarbe.
Bildergalerie: Impressionen aus dem Kleingarten 2008
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Kommentar von Biggi | 12.07.2010
An dieser Stelle möchte ich mal etwas erfreuliches in Punkto Tomaten berichten, die ich dank der von Dir geschickter Samen erfolgreich gezogen habe. Von den Samen sind 6 aufgegangen, davon habe ich die stärksten drei Pflanzen in grosse Kübel gepflanzt.
Jetzt schon sind sie so gross wie ich, nämlich 1,65 mtr. !!!! und wachsen immer noch. Ich habe grosse Stützstöcke in Höhe von 2 mtr. gekauft und hoffe, dass es von der Höhe reicht. Die unteren bodennahe Triebe habe ich entfernt, denn sie sonst nehmen sie die Kraft von den anderen.
Leider habe ich keine Möglichkeit, Dir Bilder von diesen Ungetümen zu schicken, mir fällt kein anderes Wort für die Pflanzen ein. Was waren das eigentlich für Samen??? Wildtomaten können doch nicht so wuchern oder ??? Aber vielleicht habe ich einfach zuviel gedüngt (Biodünger). Jede Woche bekommt eine Pflanze mit dem Giesswasser ein Käppchen davon. Aber ich weiss, das Tomaten Starkzehrer sind und darum dünge ich sie.
Weiterhin habe ich natürlich Kräuter in grosse Töpfe gepflanzt und auch mit den Paprika (Samen vor einem Jahr aus Bioparika rausgepult und aufgehoben) habe ich dieses Jahr viel Glück. Leider ist mein Platz auf den beiden kleinen Balkonen sehr beschränkt, aber wir werden uns nach einem Garten zum Pachten umsehen, in dem wir unsere Selbstversorgung ausführlicher via Permakultur starten können.
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