Jene, die ihre Träume verlieren, sind verloren.
Sprichwort der Aboriginis

Selbstversorgung mit Obst, Gemüse, Pilzen, Honig usw.

Diese Rubrik widmen wir unseren theoretischen und praktischen Erkenntnissen zum Thema Selbstversorgung mit Obst, Gemüse usw. sowie einige grundlegende Voraussetzungen wie Humusproduktion. Dabei gehen wir verschiedenen Methoden mit eigenen Versuchen auf den Grund.

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Selbstversorgung in der Stadt Todmorden – ein Modell mit Zukunft

04.01.2012 14:56 von Christian Narkus (Kommentare: 0)

Selber Lebensmittel zu produzieren ist das gefährlichste was man tun kann, denn es besteht die Gefahr die eigene Freiheit zu erlangen!

Kein Land der Welt kann mittels Gesetz vor einem Wirtschaftskollaps gerettet werden, wenn die Ursachen dafür nicht in Gesetzen, sondern im System selbst liegen, welches die Gesetze hervorbringt. Ein positiver Wandel kann durch Menschen geschehen, die die Zeichen der Zeit verstanden haben und das Leben selbst in die Hand nehmen. Wird dies durch die regionale Politik unterstützt, kann die Wirtschaft von der Basis her neu gedeihen. Eine kleine Stadt nördlich von Manchester schägt einen Weg ein, von dem anderswo noch nicht einmal ernsthaft diskutiert wird - und baut damit auf jene Werte, die unseren Vorfahren den Einstieg ins Industriezeitalter ermöglichten. Aus Fehlern lernt man bekanntlich am Besten, dafür war vor allem das Zeitalter der Moderne das optimale Studienzimmer. Im Ernstfall ist für das Überleben nicht viel wichtig - Wasser, Nahrung, Wärme und ein Dach über dem Kopf. Einfache Dinge, die "das System" immer mehr zur Handelsware macht. Ein Paradigmenwechsel ermöglicht den Systemwechsel, es funktioniert.

Todmorden ist eine Kleinstadt auf der britischen Insel und liegt zwischen Yorkshire und Lancashire. In Eigeninitiative haben die Bürger jeden Fleck Erde mit Früchte und Gemüse bepflanzt. Nicht nur ihre eigenen Gärten, sondern auch öffentliche Grasflächen und triste Ecken, die nutzlos dalagen. Ihr Programm nennt sich "Incredible Edible", was so viel wie "unglaublich essbar" heisst. Es ist einfach konzipiert, macht aber die Gemeinde unabhängig und zu Selbsversorgern.

Währende der warmen Jahreszeit sieht man überall Gärten mit duftenden Kräutern, schmackhaften Früchten und frischem Gemüse in der Stadt, die in der Nähe von öffentlichen Gebäuden, Schulen, Supermärkten, Parkplätzen und sonst überall wachsen und gedeihen. Es wurden Hochbeete und kleine Äcker angelegt, die mit dem was die Natur liefert voll sind. Das besondere am Konzept, alles ist gratis und jeder kann zugreifen und sich nehmen was man will.

Gegründet hat das "Incredible Edible" Programm Mary Clear, eine Grossmutter mit 10 Enkelkinder, und Pam Warhurst, ehemalige Besitzerin eines Esslokals. Die beiden Frauen haben das Ziel, Todmorden als erste Stadt in England zur völligen Selbstversorgung im Bereich Lebensmittel zu verwandeln und es hat funktioniert. Die Einheimischen haben nach anfänglicher Skepsis die lokalen Produkte gerne angenommen.

Das Programm besteht aus 70 Anpflanzungen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Dort findet man Äpfel, Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Bohnen, Karroten, Kartoffel, Zwiebel, Salate und viele Sorten an verschiedenen Kräutern. Das erstaunliche ist, die Bevölkerung respektiert das System des "Selbsterntens" und nimmt nur so viel wie man benötigt.

-> Quelle und vollst. Beitrag auf alles-schallundrauch.blogspot.com

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