Topinambur (Helianthus tuberosus)
Beitrag erstellt von Christian im April 2009
letzte Änderung: 091124
Verwandt mit der Sonnenblume, gehört die Topinambur (auch Erdbirne, Erdapfel) zur selben Familie der Korbblütler (Asteraceae). Wie die Sonnenblume hat sie große Blätter und kräftig-gelbe Blüten, die allerdings recht klein sind, und sie ist mehrjährig. Im Herbst zieht sie sich in ihre Knollen zurück, aus denen sie im nächsten Frühjahr wieder austreibt. Die Topinambur stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika, ist bei uns winterhart. Im Mittelalter war sie noch sehr bekannt und wurde später von der Kartoffel "verdrängt". Heute erfährt sie eine große Renaissance, was an ihrem tollen nussigem Geschmack und ihren vielen Inhaltsstoffen liegen mag. Dazu ist sie Diabetiker-verträglich. Aber auch ihr leichter Anbau und ihre dekorative Wirkung als Gartenstaude können durchaus zur steigenden Beliebtheit beitragen und machen sie für die einfache Selbstversorgung so interessant. Die Pflanze kann bis zu drei Meter hoch werden.
Anbau: Braucht viel Sonne, wächst auf praktisch allen nicht zu sauren Böden. In guten Böden sind die Knollen jedoch viel größer. Will Sonne haben - im Halbschatten gedeiht sie zwar recht gut, doch wachsen die Knollen weniger gut, und es werden weniger Blüten gebildet. Kann prima als Pionierpflanze eingesetzt werden, liefert wie Comfrey viel Grünmasse zur Kompostierung, als Viehfutter und zur Grünmassegewinnung.
Erntezeit: Das ganze Jahr über, auch im Winter.
Lagerung: Kann in feuchtem Sand wenige Wochen, in Wurmhumus einige Monate gelagert werden, verliert in letzterem kaum an Spannkraft. Besser frisch ernten. Nicht einfrieren!
Heilwirkung:
Blutdrucksenkend, tonisierend,
fördert das Sättigungsgefühl.
Enthält sehr viele wichtige Nährstoffe. Diabetiker vertragen sie besser als Kartoffeln.
Verwendete Pflanzenteile: Knollen.
Das knackige, saftige gelbe Fruchtfleisch besitzt einen feinen nussartig-süßlichen Geschmack und wird bei zunehmender Reife immer aromatischer – am besten schmecken die Früchte, wenn sie vor der Ernte etwas Frost abbekommen haben. Die dünne beigefarbene, gelegentlich auch rötliche oder violette Schale ist essbar.
Vermehrung: In unserer Klimazone meist vegetativ durch die Knollen oder Teile der Staude inkl. Wurzelwerk.
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