Wie entsteht Humus - die Humusentstehung kurz dargestellt.
Artikel erstellt von Christian am 26.01.2010
Der Humusgehalt
im Boden ist der wichtigste organische Faktor für eine funktionierenden Landwirtschaft und Ökologie. Bedingt durch die Methoden der konventionellen Bewirtschaftung (brach liegende Böden, Auswaschung der oberen Bodenschichten, chemische Düngung...) und Rodung der Wälder ist in vielen Teilen der Erde die Humusschicht sehr dünn oder schon ganz zerstört. Die Umkehr zu natürlichen Bewirtschaftungsmethoden wie dem Bioanbau ist für die Menschheit überlebenswichtig, um die Bodenregeneration zu unterstützen und somit genug gesunde Lebensmittel für alle zu produzieren. Wo Pflanzen durch Humus statt durch Kunstdünger wachsen, ist der Gehalt an Nährstoffen höher, die Bewirtschaftung langfristig kostengünstiger, und Umweltsanierungsmaßnahmen weitaus sind weniger notwendig.
Der Humuskreislauf
lässt sich praktisch an einem Waldrand am Besten beobachten. Laub fällt auf die Erde und bedeckt den Boden. Pflanzen am Boden sterben im Herbst oberirdisch ab und bleiben liegen. Unter dieser Schutzschicht arbeiten Bodenorganismen wie Mikroben, Milben, Asseln, Tausendfüßer, Schnecken und Regenwürmer an der Zersetzung dieser "Abfälle". Zurück bleibt ein lockeres, dunkles Substrat mit lebensfördernden Eigenschaften: Humus. Im Idealfall - wenn viele Regenwürmer verschiedener Arten an der Humusbildung beteiligt sind - entsteht der Wurmhumus, der beste Humus überhaupt.
Was passiert, wenn das "Genie" Mensch diesen Kreislauf stört?
- Monokulturen schwächen die Pflanzen und locken damit Schädlinge an
- Fehlende Bodenbedeckung (Laub, Maht, Mulch) führt zu einem Abtrag von Nährstoffen ohne Rückführung
- der Regen spült die obere Bodenschicht aus, das Beste im Boden - der Humus - wird fortgespühlt
- die Sonne tötet mit ihren UV-Strahlen die Bodenlebewesen auf der unbedeckten Bodenkruste, der Boden stirbt an der Oberfläche ab
- die Artenvielfalt nimmt ab, sowohl in der Flora wie in der Fauna
- die Regenwürmer verschwinden
- Eisenwerkzeuge führen durch ihre typische energetische Eigenschwingung und durch Eisenabrieb dazu, dass der Boden weniger Wasser speichern kann und Schnecken anzieht
- der PH-Wert sinkt häufig ab (Versauerung des Bodens) - infolge fehlender Belüftung durch die Regenwürmer
- Nährstoffe werden durch den gestörten Humuskreislauf immer weniger neu gebldet - der Boden verarmt zusehens
Wie kann ein kaputter Boden geheilt werden?
chemische Düngung und Düngung mit Gülle muss gestoppt werden
- schwere Maschinen gehören nicht mehr auf's Feld
- der Boden muss vollständig mit Biomasse bedeckt werden, z.B. mit Stroh, Weisenmaht, Kompost - auch gemischt mit Pferdemist
- sofern verfügbar, sollten katalysatorisch wirkende Substrate in die obere Schicht des Bodens oder in die Mulchschicht eingebracht werden (z.B. Effektive Mikroorganismen, Wurmhumus)
- ist der PH-Wert niedrig, sollte in die Mulchschicht Gesteinsmehl oder Bentonit eingestreut werden
- Förderpflanzen (Wildpflanzen) sollten gesäht werden, gemischt, wichtig: Tiefwurzler wie Lupine oder Löwenzahn und solche mit rascher Blattbildung wie Senf sollten dabei sein.
- Pflanzen mit biologisch-transmutierenden Eigenschaften wie das Gänseblümchen müssen gefördert werden - hier reguliert die Natur u.a. den PH-Wert
- für eine eventuelle Bearbeitung des Bodens (z.B. einmaliges Aufbrechen) Kupferwerkzeuge verwenden
- den Boden ruhen lassen, bis die Humusschicht 5-10cm hat und der Boden wieder lebt (Regwnrümer etc.), dann langsam wieder bewirtschaften - aber natürlich!
Wichtig ist: die Natur machen lassen. Eine zerstörte Artenvielfalt regelt sich allerdings nur sehr langsam, vor allem wenn die Umgebung (Sameneinfluggebiet) keine hohe Artenvielfalt bietet. Dann sollten standortgerechte Wildpflanzenmischungen ausgesäht werden.
Getreu dem Motto eines meiner Vorbilder:
"Erst die Natur kapieren, dann kopieren!"



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